Google-Unternehmensprofil in Regensburg: in 90 Minuten vollständig einrichten — Titelbild
Lokale Sichtbarkeit8 min Lesezeit

Google-Unternehmensprofil in Regensburg: in 90 Minuten vollständig einrichten

NMD
NO MORE DOTS.
·4. November 2026

Das Google-Unternehmensprofil ist für die meisten Unternehmen in Regensburg wichtiger als die eigene Website: Es erscheint in der Karte, in der Suche und inzwischen in KI-Antworten, bevor jemand überhaupt auf eine Website klickt. Trotzdem ist es die am stärksten vernachlässigte Fläche im lokalen Marketing. Diese Anleitung bringt ein Profil in rund 90 Minuten von „existiert irgendwie“ auf „vollständig“ – mit Zahlen aus unserem Website-Index, damit du weißt, wo die Mitbewerber stehen.

Wo die Region steht

17,5 %

der Google-Profile sind nicht beansprucht

Oberpfalz, 1.969 Profile

40 %

bei Heilpraktikern

Bäckereien 32 %, Metzgereien 29 %

24

Bewertungen im Median

Regensburg 39, Neumarkt 19

30,3 %

haben weniger als 10 Bewertungen

81,9 %

haben 4,5 Sterne oder besser

die Sterne sind selten das Problem

98,4 %

ohne Online-Terminbuchung

auch nicht über Google

Quelle: Website-Index Oberpfalz 2026. Google schreibt selbst, dass Vollständigkeit, Relevanz und Bewertungen das lokale Ranking beeinflussen. Die meisten Profile in der Region liefern von allen dreien zu wenig.

Schritt 1: Beanspruchen und verifizieren (15 Minuten)

Suche bei Google nach deinem Firmennamen plus Ort. Steht im Profil „Inhaber dieses Unternehmens?“, hat Google den Eintrag selbst angelegt und niemand pflegt ihn. Klick darauf und melde dich mit dem Google-Konto an, das dauerhaft dem Unternehmen gehört – nicht dem privaten Konto eines Mitarbeiters, der nächstes Jahr geht.

Die Verifizierung läuft heute meist per Video: Du filmst Außenschild, Eingang und einen Arbeitsbereich. Alternativ per Postkarte (fünf bis vierzehn Tage) oder, selten, per Telefon. Ohne Verifizierung kannst du nichts ändern; mach das zuerst.

Gibt es noch kein Profil, legst du es unter business.google.com an. Wichtig für Dienstleister ohne Ladengeschäft: Als Unternehmen mit Einzugsgebiet eintragen, Adresse verbergen, Einzugsgebiet auf die Orte setzen, in denen du arbeitest.

Schritt 2: Name, Kategorie, Einzugsgebiet (10 Minuten)

  • Name: exakt der echte Firmenname. „Physiotherapie Müller – Regensburg Westenviertel“ verstößt gegen die Richtlinien und wird früher oder später zurückgesetzt. Der Ort gehört in die Adresse, nicht in den Namen.
  • Primäre Kategorie: die eine, nach der Kunden suchen. Sie zählt am meisten. Danach bis zu neun weitere Kategorien, aber nur echte.
  • Einzugsgebiet: Orte und Landkreise, in denen du Kunden bedienst – Regensburg, Neumarkt, Amberg, Schwandorf, nicht „Bayern“.
  • Name, Adresse, Telefonnummer: überall zeichengenau identisch mit Website, Impressum und Verzeichnissen. Abweichungen kosten Vertrauen bei Google und verwirren KI-Assistenten, die Einträge zusammenführen.

Schritt 3: Leistungen, Produkte, Beschreibung (20 Minuten)

  • Leistungen: jede einzeln anlegen, mit kurzer Beschreibung und, wo möglich, Preis oder „ab“-Preis. Google zeigt sie direkt im Profil; KI-Assistenten lesen sie als Fakten.
  • Produkte: auch für Dienstleister sinnvoll – ein „Produkt“ kann ein Paket sein (Erstberatung, Website-Check, Saisonangebot). Produkte bekommen Bilder und Buttons.
  • Beschreibung (750 Zeichen): Wer, was, für wen, wo, seit wann, was dich unterscheidet. Keine Keyword-Liste, keine Links. Beispielaufbau: ein Satz Einordnung, drei Sätze Leistungen und Besonderheiten, ein Satz Einzugsgebiet, ein Satz Einladung.
  • Attribute: barrierefrei, Parkplätze, Termin erforderlich, Inhaberin/Inhaber-Angaben. Alles, was zutrifft.

Schritt 4: Fotos (15 Minuten)

Profile mit eigenen Fotos bekommen laut Google mehr Anfragen nach Wegbeschreibungen und mehr Klicks auf die Website. Mindestens: Logo, Titelbild, drei Außenaufnahmen (Eingang bei Tag), fünf Innenaufnahmen, Team, Arbeit in Aktion. Querformat, scharf, ohne Filter, keine Stockbilder. Danach alle zwei bis vier Wochen ein neues Bild – Google bewertet Aktivität.

Schritt 5: Öffnungszeiten, Termine, Nachrichten (5 Minuten)

  • Öffnungszeiten eintragen und die Feiertage gleich mit (Google fragt sonst Kunden danach, und die raten).
  • Terminlink setzen – auf deine Buchungsseite oder ein Buchungstool. 98,4 % der Websites in der Region bieten keine Online-Buchung; wer sie hat, fällt auf.
  • Nachrichten nur aktivieren, wenn jemand innerhalb von 24 Stunden antwortet. Sonst ausschalten.

Schritt 6: Bewertungen (laufend, 5 Minuten pro Woche)

Hier entscheidet sich das Ranking in der Karte. Die Methode, die funktioniert, ist unspektakulär:

  1. Direktlink zum Bewertungsformular erstellen (im Profil unter „Rezensionen erhalten“) und als Kurzlink speichern.
  2. Bitten, wenn die Zufriedenheit am höchsten ist: direkt nach dem Termin, der Lieferung, der Abnahme. Persönlich oder per SMS: „Hat alles gepasst? Über eine kurze Google-Bewertung freuen wir uns: [Link]“.
  3. Auf jede Bewertung antworten, auch auf die guten, innerhalb von zwei Tagen. Kurz, persönlich, ohne Textbaustein. Bei Kritik: sachlich, Lösung anbieten, nie diskutieren.
  4. Ziel setzen: aus dem Drittel mit weniger als 10 Bewertungen heraus, dann Richtung Median deiner Branche (Friseure 50, Kfz-Werkstätten 57, Steuerberater 5).

Was du nicht tun solltest: Bewertungen kaufen, Mitarbeiter bewerten lassen, Gutscheine für Fünf-Sterne-Bewertungen versprechen. Google erkennt Muster, und eine Sperre des Profils kostet mehr als jede Bewertung bringt.

Schritt 7: Beiträge und Fragen (10 Minuten, dann wöchentlich)

  • Beiträge: ein kurzer Beitrag pro Woche – Angebot, Neuigkeit, Projekt, Saisonhinweis. Mit Bild und Button. Beiträge halten das Profil aktiv und erscheinen in der Suche.
  • Fragen & Antworten: Stell die fünf häufigsten Kundenfragen selbst und beantworte sie (Parken, Preise, Termine, Kassen, Dauer). Sonst beantworten fremde Nutzer sie – falsch.

Was das Profil nicht ersetzt

Das Profil bringt Menschen bis zur Tür – oder bis zum Klick auf die Website. Dort entscheidet sich, ob sie bleiben: Lädt die Seite länger als 4 Sekunden (77 % der gemessenen Seiten in der Region), sind sie weg, bevor sie den Preis gesehen haben. Profil und Website gehören deshalb zusammen gepflegt.

Wenn du die 90 Minuten nicht hast: Wir richten das Profil vollständig ein – Kategorien, Leistungen, Beschreibung, Fotos einsortiert, Bewertungslink, Fragen – für 200 €. Und der kostenlose Website-Report zeigt dir vorher, ob du in Google Maps für deine Suchbegriffe überhaupt auftauchst.

TeilenX / Twitter ↗

Bereit, das umzusetzen?

Lass uns etwas bauen,
das auffällt.